Die Durchführung von Messen nützt nicht nur den jeweils
beteiligten Ausstellern und Besuchern, sondern in erheblichem Umfang auch der
regionalen Wirtschaft im Einzugsgebiet der Messestadt. Insbesondere profitieren
Hotellerie und Gastronomie, Verkehrs-unternehmen sowie Firmen, die
Messe-Dienstleistungen für Veranstalter und Aussteller erbringen, wie Messebau
und -logistik, Dolmetscher- und Hostessendienste. Die regionalwirtschaftlichen
Effekte umfassen bei stark international ausgerichteten Messeplätzen das Fünf-
bis Sechsfache des dort erzielten Veranstalterumsatzes. Messen sichern damit in
erheblichem Umfang Arbeitsplätze in der Region, gerade in mittelständischen
Unternehmen.
Darüber hinaus entstehen substantielle zusätzliche Steuereinnahmen für Städte,
Bundesländer und Bund. Investitionen in eine Messe, verbunden mit einem für die
Wirtschaft attraktiven Veranstaltungsprogramm, sind folglich immer
Investitionen in den Standort. Die unmittelbaren Ausgaben der Besucher und
Aussteller führen außerdem zu erhöhter Produktion und Beschäftigung in
vorgelagerten Wirtschaftszweigen. Messen fördern die Wirtschaft daher weit über
die Region hinaus und stärken damit auch die Gesamtwirtschaft.
Marktbildung und Marktpflege
Messen führen konzentriert Angebot und Nachfrage für einen
begrenzten Zeitraum zusammen. Den Marktteilnehmern werden in einem regelmäßigen
Turnus Interaktionsplattformen geboten, die einen Beitrag zur Belebung und
Entwicklung der Märkte leisten. Messen koordinieren damit die Interessen von
Industrie und Handel.
Schaffung von Markttransparenz
Messen geben einen umfassenden Marktüberblick und schaffen so
eine der Prämissen für eine funktionierende Marktwirtschaft. An keinem anderen
Ort können sich Einkäufer einen derart umfassenden Überblick über das Angebot
einer Branche verschaffen, unmittelbar Vergleiche anstellen und persönlich
kommunizieren.
Plattformen für den Exportweltmeister Deutschland
Die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland in den letzten
Jahrzehnten ist nicht zuletzt auf deutsche Messen mit internationaler
Ausstrahlung zurückzuführen. Diese ermöglichen als "Heimspiel-Messen" vielen
deutschen Unternehmen den Start auf die Weltmärkte.
Umgekehrt hat die starke Stellung der deutschen Industrie auf den Weltmärkten
einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum deutscher Weltleitmessen geleistet. Die
erreichte Position Deutschlands als Exportweltmeister steht damit in engem
Zusammenhang mit der Entwicklung der deutschen Messewirtschaft zum
Weltmarktführer von den Gründerjahren der Bundesrepublik bis heute.
Ohne das Marketinginstrument Messe hätte gerade der deutsche Mittelstand
weniger Möglichkeiten, internationale Kundenpotentiale zu erschließen. Die
Teilnahme an Messen ist einer der wesentlichen Gründe für den Exporterfolg der
mittleren und kleineren Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft
bilden.
Stand: 1/2010