Deutschland braucht einen starken und breit gefächerten
Mittelstand. Erst dadurch bekommen die deutschen Messen die Vielfalt und
Farbigkeit, die sie auch international so attraktiv machen. Es müssen alle
notwendigen politischen Maßnahmen ergriffen werden, um durch wettbewerbsfähige
Rahmenbedingungen am Standort Deutschland die mittelständischen Firmen als
Rückgrat der ausstellenden Wirtschaft zu stabilisieren. Dies betrifft gerade
auch die Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik.
Die Attraktivität von Messen gründet sich auf die Präsentation
von Innovationen, auf das Entdecken neuer Produkte und Marktpartner.
Deutschland braucht deshalb ein politisches Klima, das die Bereitschaft zu
Existenzgründungen und zu Innovationen fördert. Das Förderprogramm des Bundes für junge, innovative Aussteller auf deutschen Messen sollte auch mittelfristig die schnelle Vermarktung von Innovationen unterstützen.
Die Messewirtschaft von staatlicher Regulierung frei halten
Der Erfolg der deutschen Messen ist ganz eng damit verknüpft,
dass es in Deutschland keine gesetzlichen Vorschriften gibt, die die
Durchführung von Messen oder die Beteiligung daran regeln. Die deutsche
Messewirtschaft geht davon aus, dass dies dauerhaft so bleibt. Alles andere
würde die internationale Wettbewerbsposition einer über Jahrzehnte
erfolgreichen Branche ernsthaft beeinträchtigen.